Wer schon einmal seinen runden Geburtstag, seine Hochzeit oder die Taufe seiner Kinder auf dem Berg gefeiert hat, war buchstäblich gut bedient im ISG Hotel zwischen den Bergstadtteilen. Denn außer der freundlichen Bewirtung mit frisch zubereiteten Speisen ist es für größere Gesellschaften von Vorteil, dass man die von weit her gereiste Verwandtschaft gleich in den komfortablen Hotelzimmern nächtigen lassen kann – und das für Bergbewohnerinnen zu Nachbarschaftspreisen. Bei schönem Wetter kann der Biergarten genutzt werden. Auf Wunsch wird sogar die Boulebahn hergerichtet.
Das alles geschieht seit einiger Zeit unter der Regie von Hotelmanager Damir Terzic. Als Nachfolger von Sabine Lehninger und Natalie Berger kann er aufbauen auf deren solider Arbeit, fühlt sich aber auch berufen, die Herausforderungen, vor die das Hotel im Konkurrenzkampf mit den Heidelberger Gegebenheiten gestellt ist, anzunehmen. Erst kürzlich hat er bewiesen, dass das Hotel auch für die Bergstadtteile da ist. Bei den Dreharbeiten zur Verfilmung von Sasa Stanisics Roman „Herkunft“ stand der Tagungsraum des Hotels den Statisten bis zwei Uhr morgens als Umkleide und Maske zur Verfügung. Tatsächlich ist ihm auch wichtig, die Heidelberger aus dem Tal nach oben zu locken, denn wer Auszeitbedarf hat, findet hier die idealen Voraussetzungen: Natur, gute Luft, im Sommer Kühle, und immer Wander- und Radfahrmöglichkeiten.
Sein betriebswirtschaftliches Handwerk hat der geborene Hesse über mehrere Jahre hinweg in England gelernt. Zuletzt führte er als Hoteldirektor ein großes Haus mit 330 Zimmern in Darmstadt. Das Hotel zwischen Emmertsgrund und Boxberg zeichnet die Besonderheit aus, dass es Teil des benachbarten Weltwissenschaftskonzerns EMBL (Europäisches Molekularbiologisches Laboratorium) ist. Dazu gehören auch zwei EMBL-Gästehäuser. „Wir haben sogar regelmäßig einen Nobelpreisträger hier zu Gast“, berichtet Terzic stolz.
Privat ist er gern auf Weinfesten und -wanderwegen unterwegs, hat früher Volleyball gespielt und ist Eintracht Frankfurt- und Basketball-Fan. Nächstes Jahr treten seine heimischen 46ers übrigens gegen die MLP Academics an. Darauf freut er sich jetzt schon.
Text und Foto: Karin Weinmann-Abel




