Entwurf zur Neugestaltung des Stadtteilmanagements sorgte für Diskussionsbedarf

Angeregte Diskussionen bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung des TES e.V.

Aufgrund der angespannten finanziellen Lage Heidelbergs hatten sich das städtische Amt für Stadtentwicklung und Statistik und der Vorstand des Trägervereins des Stadtteilmanagements Emmertsgrund, TES, im Vorfeld einer außerordentlichen Mitgliederversammlung getroffen, um das Stadtteilmanagement Emmertsgrund neu zu gestalten. Über den erarbeiteten Entwurf dazu sollten nun die im Treff 22 zahlreich erschienenen Mitglieder und Bürger*innen entscheiden.

Nach der Begrüßung durch den Vorstandsvorsitzenden David Vössing wurde aus den Reihen der Mitglieder sofort ein Antrag auf Änderung der Geschäftsordnung gestellt. Der Einwand war, dass die Beschlussvorlage nicht abgestimmt werden könne, da sie gegen die Satzung des Vereins verstoße. Mit sehr großer Mehrheit stimmten die Vereinsmitglieder dem Antrag zu, wodurch die Abstimmung über die Beschlussvorlage entfiel.

Dr. Gabriela Bloem, Amtsleiterin für Stadtentwicklung und Statistik, stellte dennoch das neu entwickelte Modell für das Stadtteilmanagement vor. Sie lobte die bisherige Arbeit, betonte jedoch, dass angesichts der finanziellen Rahmenbedingungen neue Wege nötig seien. Das neue Modell sehe eine Zusammenlegung der Stadtteilbüros und des Concierge-Dienstes vor. Ab 2026 sollte die Förderung für das Medienzentrum und das HeidelBERG-Café entfallen, was bedeuten würde, dass beide Einrichtungen nicht mehr regelmäßig geöffnet sind und nur projektbasiert genutzt werden sollen. Das Bürgerhaus bleibe unter der Trägerschaft des TES e.V..

In der anschließenden Diskussion wurde von pädagogischen Fachkräften und Eltern mehrfach die Wichtigkeit und Bedeutung des Medienzentrums für die Kinder und Familien im Emmertsgrund hervorgehoben und sich für ein Verbleib in seiner bisherigen Form ausgesprochen. Auch die Notwendigkeit eines festen und bezahlten Ansprechpartners für das HeidelBERG-Café wurde betont, um den täglichen Betrieb mit ehrenamtlichem Engagement sicherzustellen.

Nach längeren Diskussionen brachte ein Mitglied einen Alternativvorschlag ein. Um dieses oder alternative Modelle weiter auszuarbeiten, soll es im April oder Mai 2025 einen Workshop geben. Der genaue Termin steht noch nicht fest. So endete die Mitgliederversammlung mit einer neuen Zukunftsaussicht für den Verein.

Text: embox
Foto: ©hhh

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