Emmertsgrunder gewinnt Goldmedaille im Schwimmen über 100 m Brust
Olympische und Paralympische Spiele sind allgemein bekannt und erfreuen sich alle vier Jahre hoher öffentlicher Aufmerksamkeit. Weniger bekannt sind die Special Olympics, bei denen im Gegensatz zu den Paralympics, die für körperbehinderte Menschen konzipiert wurden, Sportler mit geistiger oder mehrfacher Behinderung antreten.
Auch die Struktur der Special Olympics ist etwas anders. Zuerst finden Qualifizierungswettkämpfe auf Landeseben statt, in Baden-Württemberg 2025 in Neckarsulm. Vom 15.-20.6.2026 wurden die nationalen Meisterschaften im Saarland und im angrenzenden Forbach durchgeführt. 2027 folgen die internationalen Spiele in Santiago de Chile. Die Schwimmer starten in unterschiedlichen Leistungsklassen, die über Vorläufe ermittelt werden. Im Finale wird jeweils innerhalb einer Leistungsklasse den Sieger ermittelt.
Die Schwimmwettbewerbe der Special Olympics Saarland 2026 wurden mit über 500 Teilnehmern im „Piscine Olympic“ in Forbach (Frankreich) ausgetragen. Aus der Region war die Schwimmgemeinschaft „Pro Down Heidelberg/Poseidon Eppelheim“ sehr erfolgreich am Start. Einer der Teilnehmer – Mathis Libner – wohnt im Emmertsgrund. Über 50 m Brust gewann er in seiner Leistungsklasse in einem sehr knappen Lauf nach Zielrichterentscheid die Goldmedaille. Zwei 4. Platze über 50 m Freistil und in der 4×25-m-Staffel rundeten das Ergebnis ab.
Die Idee der Special Olympics ist fest mit dem Begriff Inklusion verbunden. Hier trainieren und kämpfen Athleten mit Handicap im Rahmen ihrer Einschränkung analog zu gesunden Sportlern. Auch die Siegerehrung erfolgt analog mit Medaillenvergabe in Gold, Silber und Bronze. Am deutlichsten wird der Inklusionsgedanke im Rahmen der sogenannten Unified Staffeln, bei denen jeweils zwei Schwimmer mit und ohne Handicap gemeinsam antreten. Eine der Staffeln der Schwimmgemeinschaft „Pro Down Heidelberg / Poseidon Eppelheim“ konnte ebenfalls eine Goldmedaille erringen.
Text und Foto: Peter Libner





