Das re:start-Konzert des Heideberger Frühlings auf dem Boxberg
Cello und Marimbaphon? Diese Kombination von Instrumenten hatte kaum eine im Publikum je zuvor gehört. Doch die Reihe re:start im Programm des Heidelberger Frühling ist bekannt für Ungewöhnliches und Neues. So entführte das Duo „naia“, bestehend aus Martin Egidi und Augustin Lipp, die Zuhörenden im evangelischen Gemeindezentrum auf dem Boxberg in ganz neue Klangwelten.
Holz und Metall (Marimbaphon), Metall und Holz (Cello) erzeugten sphärische Klänge und ein naturnahes Erleben, etwa bei Robert Schumanns „Waldszenen“
Gab es im ersten Teil von den Musikern selbst für die Instrumente arrangierte Stücke von bekannten und weniger bekannten Komponistinnen und Komponisten, wurde es im zweiten Teil experimenteller. Schlagzeugklänge, die unvermittelt aus dem Nebenraum drangen, und Haushaltsgeräte, die einen Geräuschteppich legten, ergänzten die Instrumentenstimmen. Mit Body-Percussion und rhythmischem Sprechgesang wurden schließlich sogar die Körper der Künstler selbst zu Instrumenten. Die Darbietung gewann zunehmend an Komik, bis das Publikum lauthals lachend zum Schlussapplaus ansetzte.
Zur guten Stimmung an diesem Nachmittag trug neben dem fulminanten Programm auch das reichhaltige Kuchenbuffet in der Pause bei, das von engagierten Boxbergerinnen und weitere Konzertgästen zusammengetragen worden war.
Text und Foto: Carmen Sanftleben




