770 Autos, Regen – und mindestens eine Goldmedaille
Goldmedaille für den Einsatz im Dauerregen
Die Spannung war spürbar, als am 26. Februar um 10 Uhr im Bürgerhaus Heidelberg, FORUM 1, der diesjährige Pfennigbasar seine Türen öffnete. Draußen bildeten sich bereits erste Schlangen, drinnen versammelten sich Helfende, Organisatorinnen und Ehrengäste zur offiziellen Eröffnung.
Hannelore Thomas, Präsidentin des Deutsch-Amerikanischen Frauenclubs (GAWC), blickte mit Humor und Stolz auf die intensiven Vorbereitungen zurück – und auf die 770 Autos, die Waren brachten: „Das ist keine Anlieferung – das ist ein Verkehrskonzept!“ Bei all den angelieferten Schätzen war tatsächlich sogar ein Aquarium dabei – ein weiteres Beispiel dafür, was alles seinen Weg in den Pfennigbasar findet.
Besonders eindrücklich blieb der zweite Anlieferungstag: „Während einige von uns schon beim Zuschauen gefroren haben, standen unsere Helferinnen und Helfer draußen im Regen und haben weiter angenommen, geschleppt und die Kisten ins Trockene gebracht – tapfer, unerschütterlich und vermutlich sehr durchnässt.“ Und sie ergänzte augenzwinkernd: „Ich finde, wir hätten meistens mindestens eine Goldmedaille verdient.“
Ein besonderer und herzlicher Dank galt Basarleiterin Eveline Bastian und ihrem Team sowie den vielen Unterstützenden aus der Stadtgesellschaft.
Nachhaltigkeit, Gemeinschaft – und Schnäppchen für den guten Zweck
Stefanie Jansen, Sozialbürgermeisterin der Stadt Heidelberg, überbrachte die Grüße von OB Eckart Würzner – und fand klare Worte: Der Pfennigbasar zeige, wie Nachhaltigkeit ganz konkret funktionieren kann. Gut erhaltene Dinge bekommen hier ein zweites Leben, Ressourcen werden geschont – und zugleich wird Geld für soziale Projekte in Heidelberg erwirtschaftet.
Was den Pfennigbasar jedoch besonders macht, brachte Hannelore Thomas auf den Punkt: „Der Pfennigbasar ist weit mehr als ein Verkaufsereignis. Er ist Begegnung, Engagement, Gemeinschaft – und manchmal auch ein kleines Abenteuer.“
Nach der offiziellen Eröffnung und einem kleinen Sektumtrunk für alle Engagierten wurde der Pfennigbasar schließlich offiziell eröffnet. Schon bald füllten sich die Räume mit neugierigen Schnäppchenjägerinnen und Schnäppchenjägern, lebhafte Gespräche entwickelten sich. Helferinnen und Helfer berieten bei der Auswahl – und die ersten Fundstücke wechselten ihre Besitzer.
Für viele Ehrenamtliche ist das Engagement längst Tradition. Eine Helferin, seit vielen Jahren dabei, sagt: „Wir sind eine nette Gruppe – es hat noch nie Streit gegeben. Es war immer schön.“
Eines steht fest: Weder 770 Autos noch Dauerregen – noch Aquarien – schrecken die Engagierten des Pfennigbasars!
Text: Inga Seischab




