Neuer Anlauf zur Quartiersentwicklung im Emmertsgrund

Sara Ehrlich vom Amt für Stadtentwicklung und Stadtplanung (2.v.l.) und Danijel Cubelic vom Amt für Chancengleichheit (3.v.l.) leiten die Sitzung im Panoramasaal des Bürgerhauses
Sara Ehrlich vom Amt für Stadtentwicklung und Stadtplanung (2.v.l.) und Danijel Cubelic vom Amt für Chancengleichheit (3.v.l.) leiten die Sitzung im Panoramasaal des Bürgerhauses

Und wieder tut sich ein Runder Tisch mit „Quartiersimpulsen“ auf, um die vielen in der Stadt nicht unbedingt wahrgenommenen Aktivitäten im Emmertsgrund zu unterstützen bei dem Versuch, Gemeinschaft in diesem extrem unterschiedlichen Stadtteilgefüge herzustellen. Hier leben  Sozialhilfeempfänger neben Gutbetuchten, Schulabbrecher neben Akademikern, Geflüchtete neben Einheimischen, Christen neben Muslimen und Juden, Junge neben Alten.

Brücken bauen, Vorurteile und Rassismus bekämpfen, in Austausch kommen, Zugehörigkeit erzeugen, Zusammenhalt stärken, – alles Ziele, die darauf hindeuten, dass der Emmertsgrund ein Stadtteil mit „besonderen Herausforderungen“ ist, wie der Leiter des Amtes für Chancengleichheit, Danijel Cubelic, es im Bürgerhaus vor etlichen Stadtteilaktiven zusammenfasste. Auch das Amt für Stadtentwicklung und Stadtplanung mit Sara Ehrlich war da.

Verwunderung allerdings beim Stadtteilverein, warum man erst jetzt, nach zweieinhalbjährigem Bestehen einer „Task Force“, miteinbezogen würde.  So bestand das Abarbeiten der Tagesordnung hauptsächlich aus Fragen speziell in der Richtung, wie man die Probleme anders, als seither versucht, anpacken könne. Ob konkrete Formate und Kooperationen vielleicht schon Ende Juli vorgestellt werden könnten? Guten Willens sind nach wie vor alle. Sonst müssten sie sich nach etlichen Jahrzehnten Stadtteilarbeit mit Bertolt Brecht eingestehen: „Wir stehen selbst enttäuscht und sehn betroffen / Den Vorhang zu und alle Fragen offen.“

Text und Foto: Karin Weinmann-Abel

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