Gemeinsam für bessere Verbindungen

Bürgersprechstunde im Dezember 2024 mit den Gemeinderäten Andreas Gottschalk (Volt), Nicole Marmè (CDU), Christoph Rothfuss (Die Grünen), Larissa Winter-Horn (Die Heidelberger) und Sören Michelsburg (SPD) sowie die Vorstände des Stadtteilvereins Boxberg Renate und Ulrich Deutschmann (beide stehend)
Bürgersprechstunde im Dezember 2024 mit den Gemeinderäten Andreas Gottschalk (Volt), Nicole Marmè (CDU), Christoph Rothfuss (Die Grünen), Larissa Winter-Horn (Die Heidelberger) und Sören Michelsburg (SPD) sowie die Vorstände des Stadtteilvereins Boxberg Renate und Ulrich Deutschmann (beide stehend) (Foto: Michael Barton)

Bürgerengagement optimiert den ÖPNV auf dem Boxberg

von Michael Barton

Wie wichtig die Beteiligung der Bürgerschaft an kommunalen Planungen ist, zeigt die Entwicklung rund um die Buslinie 29 auf dem Boxberg.

Im Jahr 2024 stellte die SPD-Gemeinderatsfraktion auf einer öffentlichen Veranstaltung Einsparvorschläge für den öffentlichen Nahverkehr vor. Vertreter des Stadtteilvereins Boxberg wurden dabei auf geplante Änderungen aufmerksam, die auch die für den Stadtteil wichtige Buslinie 29 betrafen.

Daraufhin lud der Stadtteilverein im Dezember 2024 zu einer Bürgersprechstunde mit Gemeinderät*innen verschiedener Fraktionen ein. Dabei war zu erfahren, dass die Linie 29 ab Mitte 2026 stadteinwärts nicht mehr an der Haltestelle Rohrbach-Süd halten soll – eine Veränderung mit spürbaren Nachteilen für viele Menschen auf dem Boxberg.

Bürgerengagement wirkt

In den folgenden Monaten beschäftigte sich der Stadtteilverein intensiv mit dem Thema. Bürgerinnen und Bürger brachten ihre Erfahrungen, Wünsche und Ideen in die Bürgersprechstunden ein. Gemeinsam mit Vertreter*innen von CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, Die Heidelberger und Volt wurden Anfang 2026 Lösungsansätze entwickelt, um die Auswirkungen der neuen Linienführung abzumildern.

Die unterschiedlichen Vorschläge wurden im Fahrgastbeirat, im Arbeitskreis Umwelt und Mobilität sowie mit den Rhein-Neckar-Verkehrsbetrieben weiter ausgearbeitet und im April 2026 stellte der Fahrgastbeirat schließlich die Verlängerung der Buslinie 27 über den Boxberg als ausgleichende Lösung vor. Die Bezirksbeiräte unterstützten diesen Vorschlag mehrheitlich, am 11. Juni stimmte dem der Gemeinderat zu.

Veränderungen für Linie 27

Künftig wird die Linie 27 vom Emmertsgrund kommend über Buchwaldweg, Haselnussweg, Boxbergring, Am Götzenberg und dann weiter nach Rohrbach-Süd und bis zum Kaufland fahren. Zwar entfällt für die Linie 29 stadteinwärts der Halt in Rohrbach-Süd, dafür bleibt die direkte Verbindung zum Karlstorbahnhof erhalten und die Fahrt in die Innenstadt verkürzt sich um rund fünf Minuten.

FIPS-Bus

Ergänzend ist seit Anfang Juni der Kleinbus FIPS in beiden Bergstadtteilen unterwegs und bindet demnächst ebenfalls Rohrbach-Süd und das Kaufland an.

Der Stadtteilverein Boxberg dankt allen Bürgerinnen und Bürgern, die sich in den vergangenen anderthalb Jahren engagiert beteiligt. Das Beispiel zeigt eindrucksvoll: Wenn Menschen vor Ort frühzeitig in Planungen einbezogen werden, entstehen tragfähige Lösungen für alle.

Mehr Informationen zum FIPS: https://www.rnv-online.de/fahrtinfo/fips/

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