Demnächst Dreharbeiten im Emmertsgrund für einen Kinofilm zu dem Buch “Herkunft” von Saša Stanišić
Bekannte Filmgrößen spielen mit
Über verschiedene Internetportale wurde im April bekannt gegeben, dass das Buch „Herkunft“ von Saša Stanišić verfilmt wird. Als HauptdarstellerInnen sind unter anderen Anke Engelke, Bjarne Mädel und Nina Kunzendorf genannt, alle drei bekannte Größen in Film und Fernsehen.
Eine spannende Sache, denn Inhalt des Buches ist Saša Stanišić’s junges Leben vor und nach seiner Flucht im Jahr 1992 aus den Kriegswirren in Bosnien-Herzegowina nach Deutschland. Hier lebten er und seine Eltern auf dem Emmertsgrund. Er besuchte die Internationale Gesamtschule im Stadtteil Hasenleiser, wo sein literarisches Talent früh erkannt und gefördert wurde. .
Einige Bücher hatte er bereits erfolgreich veröffentlicht, als er für “Herkunft” im Jahr 2019 den Deutschen Buchpreis sowie weitere hochkarätige Literaturpreise erhielt. Seine Open Air – Lesung bei bestem Wetter im Rahmen des 50-jährigen Bestehens des Emmertsgrundes im Jahr 2023 bleibt unvergessen.
Erfahrungen als Komparsin
Und nun eben Dreharbeiten, natürlich auch auf dem Emmertsgrund. KomparsInnen werden gesucht, Kinder wie auch Erwachsene. Leider kommt die Info etwas zu spät, andere waren mit ihrer Bewerbung wohl schneller und früher dran als ich. Die Bewerbungsfrist ist bereits abgelaufen, als ich mich online registrieren möchte.
Sehr schade, denn vor ungefähr 30 Jahren hatte ich das Glück, als Komparsin in einer ZDF-Produktion dabei sein zu können und den Filmbetrieb einmal näher kennenzulernen, wenn auch nur für einen einzigen Drehtag. Der Titel der damaligen Serie mit ungefähr sechs Folgend trug den (sehr lustigen) Titel “Der Mond scheint auch für Untermieter”, und spielte in der romantischen Heidelberger Altstadt, so wie auch nicht wenige Film- und Fernsehproduktionen, die in den nächsten Jahrzehnten folgten.
Schauplätze auf dem Berg wie im Buch
Die Produktionsfirma von “Herkunft”, UFA, plant Vorort-Aufnahmen in der Altstadt und auf dem Emmertsgrund. Natürlich dürfen die Schauplätze aus dem Buch wie etwa die Weinberge und die Araltankstelle dabei nicht fehlen. Mehrere Tage sind eingeplant. Wann und wo genau, wird in den nächsten Tagen durch eine entsprechende Pressemitteilung bekanntgegeben werden.
Es könnten sich also in den kommenden Wochen einige interessante Möglichkeiten ergeben, dem Filmbetrieb zu folgen, praktisch vor unserer Haustüre!
Text: Andrea Schliwa
Fotos: Karin Weinmann-Abel/Hans Hippelein





