Müllproblematik in der Emmertsgrundpassage

Schon 1995 protestierten Bewohner über zu viel Müll. Foto:Em-Box-Archiv
Schon 1995 protestierten Bewohner über zu viel Müll. Foto:Em-Box-Archiv

Emmertsgrunder Leserin beklagt die Vermüllung samt Rattenplage in der Emmertsgrundpassage

Gut, der Emmertsgrund und der Müll ist eine never ending story und schon immer ein Problem. Allerdings muss man, um das richtig einordnen zu können, einmal darüber nachdenken, wieviele Menschen hier eigentlich auf wie wenig Fläche wohnen. Dann kommt man schnell darauf, was in der „Passage“ alleine in einem einzigen Haus wohnt, das ist woanders ein ganzer Straßenzug. 

Nun hat aber das Müllproblem in den letzten Monaten sehr zugenommen. Faktisch jedes Mal, wenn ich an einem der Müllplätze an der Passage vorbeilaufe, sehe ich überquellende Mülltonnen und daneben liegenden Müll. Des weiteren bedarf es nicht langer Suche, um auch  die  Rattenlöcher in unmittelbarer Nähe der Müllplätze zu entdecken. Ich hatte das Gefühl, dass der herumliegende Müll in den letzten Monaten extrem zugenommen hat, und so versuchte ich die entsprechenden Stellen zu informieren, damit hier  Abhilfe geschaffen wird.

Irgendwann fand ich des Rätsels Lösung.

Die GGH hat die ganzen Jahre über ihre Mülltonnen einmal in der Woche pressen lassen und damit das Volumen der Mülltonen erhöht. Nun ist das Pressen der Abfälle aber von der Stadt Heidelberg verboten worden. Damit aber reichen die vorhandenen Mülltonnen nicht mehr aus.

Stellen wir uns einen Straßenzug mit 30 Einfamilienhäusern vor, wo die Mülltonnen gerade ausreichen und wo plötzlich, durch das Pressverbot, das Volumen um – schätzen wir ganz vorsichtig – 30% verringert würde. Auch in der besten Villengegend würden nun die Mülltonnen überquellen. Wobei es sich hier verteilen würde und es den Bewohnern der hypothetischen Villengegend nicht großartig wehtun würde, wenn sie nun mehr Geld für größere Mülltonnen ausgeben müssten.

Genau das, also mehr Geld auszugeben, weil nun zusätzliche Mülltonnen aufgestellt werden müssten, will die GGH ihren Mietern nicht zumuten.Das ist verständlich und nachvollziehbar. Aber die Dinge einfach so laufen lassen, also den Müll überlaufen und die Ratten herumlaufen lassen, ist auch keine Lösung.

In der Angelegenheit Müll habe ich nun auch von der Stadt Heidelberg die schockierende Mitteilung erhalten, dass die Stadt der GGH angeboten hat, entweder mehr Tonnen zu stellen oder öfter zu leeren. Das wurde von der GGH abgelehnt, mit dem Argument, „Wenn der Müll ordentlich getrennt wird, (wofür wir sorgen) dann reichen die Tonnen“!.

Erfahrungsgemäß tut es das auch in der Tat. Nur muss dann jemand (Hausmeister) da sein, der wirklich guckt und gegebenenfalls die Leute auch zu Rede stellt.Irgendwas muss da passieren, weil – ich sag das mal flapsig –  „jeder weiß was los ist, aber die, die was ändern könnten, tun gegenüber Anfragen, so als wüssten sie von nix!“Das ruiniert einen eigentlichen liebens- und lebenswerten Stadtteil!  

J. Foltz

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