Ein echter Bürgerdienst für die Em-Box

Bürgerdienst
Der Motor läuft wieder. V.l.: Ein erleichterter Em-Box-Auslieferer, Hans Hippelein, daneben die Helfenden Annette Schrötlin und Sven Richard. Foto: wa

Stadträte sollen informiert sein

Wie schon Jahrzehnte üblich, fährt die Chefredaktion der Em-Box nach dem Erscheinen einer neuen Ausgabe zu unterschiedlichen Stellen in der Stadt, von denen sie weiß, dass das Blatt dort häufig mitgenommen und gelesen wird. Das ist beispielsweise in der Stadtbücherei, der Volkshochschule oder dem Rathaus der Fall. Damit auch die 48 Stadträte und -rätinnen vierteljährlich erfahren können, was sich auf dem Berg so tut, werden jedes Mal mindestens 48 Exemplare bei den Sitzungsdiensten abgegeben. Vor der jeweiligen Gemeinderatssitzung werden sie dann ausgelegt.

Parken am Rathaus ist schwierig

Das ging tausend Mal gut bis zu dem Tag, an dem der Mann am Steuer, beim Rathaus angekommen, mit dem Karton Em-Box unterm Arm ausgestiegen war, wie immer seine Gattin auf dem Beifahrersitz zurücklassend. Die saß derweil – trotz eisiger Temperatur – auf brennenden Kohlen, denn das Auto stand auf dem Parkplatz des Stadtmobils, das augenscheinlich unterwegs war. Sollte es überraschenderweise zurückkommen, müsste rasch auf den Fahrersitz gewechselt werden, um den Platz freizugeben.

Batterie geht der Saft aus

Ein Aufatmen also, als sich der Gatte näherte, um frisch den Wagen für die nächste Em-Box-Station zu starten. Zündschlüssel gedreht, und  – nichts tat sich – außer einem kurzen Aufkrächzen – nichts!   Sehr peinlich, sollte das Stadtmobil ausgerechnet jetzt zurückkommen und hier parken wollen. Was also tun? Passanten ansprechen, beim Wegschieben zu helfen? Aber wohin schieben? Abschleppdienst anrufen? Würde zu lange dauern. Die Freunde in der Altstadt bitten? Automatischer Anrufbeantworter!

Sitzungsdienst hilft ehrenamtlich

„Moment mal! Heute sind wir ja viel später dran als sonst“, fiel der Gattin mit einem Blick auf die Uhr ein. Vielleicht macht ja gerade jemand Mittag im Rathaus. Vielleicht sogar jemand in dem Büro, wo die Hefte gerade abgegeben wurden.

Und tatsächlich: Mit kleiner Zeitversetzung treffen sie ein, die zwei guten Sitzungsdienst-Geister, die in Nullkommanix ein Auto heranfahren und beim Batterieaufladen Hand mit anlegen. Der Em-Box Dank schlägt ihnen buchstäblich entgegen. Wenn das nicht echter Bürgerdienst ist!

embox

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