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Fussballkabarett
Uwe Spinder: Fußball-Kabarett im HeidelBERG-Café

Eine spannende Fußballreportage auf dem Parkett des Bergcafés und Medienzentrums bot der zweite Kultursommer im Emmertsgrund für Fußballfans aber auch alle Anderen. Ein wahrer Leckerbissen zur Überwindung der fußballlosen Zeit!

Der bekannte Comedian Uwe Spinder lud ein zu einer Reise zu den Schauplätzen des beliebten Rasenspiels mit seinen verrückten Geschichten, einmaligen Legenden und launigen Anekdoten, über Typen und Originale von Sepp Herberger über Fritz Walter bis Franz Beckenbauer oder „Bomber“ Gerd Müller. Unermüdlich schoss er am ersten Augustsonntagabend seine Satirepfeile auf die Idole und Denkmäler des grünen Rasens und auf die Lachmuskeln seine Zuhörer ab. Die Spotteinlagen über den VfB Stuttgart zündeten zwar nicht ganz so wie vor allem über den Waldhof, Karlsruhe und den 1. FC Kaiserslautern – die liegen einfach näher. Spinder unterstrich stets seine „wahren“ Erzählungen mit den passenden Bildern, die er den Zuschauern hochhalten musste, da die ganze Veranstaltung, die ursprünglich im Freien stattfinden sollte, wetterbedingt kurzfristig in das Medienzentrum verlegt worden war und die elektronische Präsentation nicht mehr umgebaut werden konnte. Der Spass war trotzdem da!

Auch die Radioreporter der Bundeligakonferenz mit ihren abenteuerlichen Metaphern nahm er aufs Korn, zum Beispiel: Wann spielt man mit der „falschen 9“ oder „die hängende Spitze“ und die „freie 5“. „Ein Bein bleibt stehen!“ Und „Schweden ist keine Niederlande!“

Die Schiedsrichter wurden ebenfalls nicht vergessen.So meinte beispielsweise Walter Eschweiler: „Das Spiel ist gleich zu Ende, so spät kann ich doch keinen Elfer mehr geben!“ Oder Werder Bremen gegen Hannover 96, als der total betrunkene Schiedsrichter Ahlenfelder nach 30 Minuten das Spiel abpfeifen wollte.

Aber auch die Bonmots aus den Fanblocks kamen nicht zu kurz: Zum Schiri: „Pfeif doch Tischtennis, du Depp!“ Oder zum Linienrichter: „Wenn du so gern Fähnchen schwenkst, arbeite doch am Flughafen!“

Schließen wir mit den nahezu philosophischen Ansichten eines Sepp Herberger: „Der Ball ist rund, ein Spiel dauert 90 Minuten, und nach dem Spiel ist vor dem Spiel!“

Ein kräftiger Applaus belohnte den satirischen Chronisten!

Text: Peter Becker, Fotos: Hans Hippelein

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