Lösung für die Müllproblematik im Emmertsgrund?

Heinrich Schlosser demonstriert, wie man seine Zigaretten-Kippe nach dem Ausdrücken am Deckelrand des Mülleimers in der kleinen Öffnung ordentlich entsorgt. Dieser „Aschenbecher“ ist im Inneren getrennt vom Rest des Mülls. Foto: Weinmann-Abel
Heinrich Schlosser demonstriert, wie man seine Zigaretten-Kippe nach dem Ausdrücken am Deckelrand des Mülleimers in der kleinen Öffnung ordentlich entsorgt. Dieser „Aschenbecher“ ist im Inneren getrennt vom Rest des Mülls. Foto: Weinmann-Abel

Netzwerker und Müllwerker gesucht

Wie Bewohner sich für ihren Stadtteil stark machen können

Das Ökologie-Zitat „Es ist nicht mein Müll, aber mein Planet“ könnte in nächster Zeit auch den Emmertsgrund beschäftigen. Denn der jährliche Frühjahrsputz in den Stadtteilen wird nicht mehr von der Stadt unterstützt. Die hat kein Geld mehr. Also muss man die Dinge selbst in die Hand nehmen, sagt Heinrich Schlosser. Seit einigen Jahren arbeitet der Rohrbacher ehrenamtlich im Emmertsgrunder HeidelBerg-Café. Er kennt auch Leute aus Kirchheim und der Südstadt, die mithilfe ihrer Stadtteilvereine und der Plattform nebenan.de bereits Gruppen von Bewohnern gebildet haben. Sie treffen sich zu festgelegten (zwei-)monatlichen Terminen und „putzen“ ihren Stadtteil. Er selbst macht dabei mit und hat erlebt: Das kann Spaß machen. Selbst jüngere Kinder, von ihren (Groß-)Eltern begleitet, sind eifrig auf „Schatzsuche“! Manch einer hat neben leeren Getränkedosen schon einen Fünf-Euro-Schein oder ein verloren gegangenes Spielzeug gefunden.

Wer hat Ideen zum Sauberhalten der Müllplätze an den Großwohnanlagen?

Der Ehrenämtler weiß auch, dass beispielsweise die Stadt Mannheim Umweltverschmutzer zur Kasse bittet. Eine Ordnungswidrigkeit – wie etwa das Falschparken. Singapur macht das schon Jahrzehnte lang: Zigarettenkippe achtlos weggeworfen: 75 Euro! Das geht natürlich nur mit Uniformträgern, die mit Amtsgewalt ausgestattet sind. Aber könnte das nicht eine Einnahmequelle für die Stadt werden?

Aufklärung tut jedenfalls Not, im Emmertsgrund gerne mehrsprachig, findet Heinrich Schlosser. Deshalb sucht er nach freiwilligen Netzwerkern, die originelle Ideen auch in Richtung Müllanlagen an den Hochhäusern einbringen. Es sind bereits einige Leute im Stadtteil am Wirken. Aber es braucht mehr, frei nach dem abgewandelten Kennedy-Zitat: „Fragt nicht, was eure Stadt für euch tun kann – fragt, was ihr für eure Stadt tun könnt.“ Ob das Format „Quartiersimpulse – Gemeinsam für den Emmertsgrund“ unkonventionellen Lösungsvorschläge für das vermehrte Müllaufkommen zu bieten hätte?

Wer an einer Gruppenbildung Interesse hat, kann sich gerne an redaktion@em-box-info.de wenden.

Text: wa

AKTUELL

AKTUELL

Heinrich Schlosser demonstriert, wie man seine Zigaretten-Kippe nach dem Ausdrücken am Deckelrand des Mülleimers in der kleinen Öffnung ordentlich entsorgt. Dieser „Aschenbecher“ ist im Inneren getrennt vom Rest des Mülls. Foto: Weinmann-Abel
Allgemein

Lösung für die Müllproblematik im Emmertsgrund?

Das Ökologie-Zitat „Es ist nicht mein Müll, aber mein Planet“ könnte in nächster Zeit auch den Emmertsgrund beschäftigen. Denn der jährliche Frühjahrsputz in den Stadtteilen wird nicht mehr von der Stadt unterstützt. Die hat kein Geld mehr.

Weiterlesen »
Plakat zum Ferienprogramm der Kinderbaustelle Emmertsgrund
Allgemein

Kinderbaustelle Emmertsgrund

Ob Planschen, Schaukeln oder Zauberstäbe schnitzen – auf der Kinderbaustelle war auch in diesem Jahr wieder einiges los in den Sommerferien.

Weiterlesen »
Die Ferienschule beim Besuch des Rotary Club Alte Brücke
Allgemein

Ferienschule an der Grundschule Emmertsgrund

Seit 2010 unterstützt der Rotary Club Alte Brücke jedes Jahr die Ferienschule an der Grundschule Emmertsgrund. Durchgeführt wird das Angebot von den pädagogischen Fachkräften des päd-aktiv Teams Emmertsgrund, die die Kinder mit viel Engagement begleiten, fördern und in ihrer Entwicklung unterstützen.

Weiterlesen »
Magali Nieradka-Steiner: Exil unter Palmen
Kultur

Emmertsgrunderin Exil-Expertin

Den Emmertsgrund nennt Magali Nieradka-Steiner ihre Wahlheimat zwischen Wald und Weinbergen. Seit 2012 lebt die promovierte Literaturwissenschaftlerin und Sachbuchautorin auf dem Berg, wo sie in ihrem grün gestrichenen Arbeitszimmer mit Blick in den Garten schon einige Bücher und viele Aufsätze geschrieben hat, unter anderem einen Reiseführer über die Côte d’Azur.

Weiterlesen »
Die Eltern der bulgarischen Schule haben mit guter Laune mit angepackt.
Allgemein

Freiwilligentag im Treff 22

Am Samstag, 12. September haben Eltern der bulgarischen Schule im Treff 22 angepackt. Die Eltern haben die Vereinsräume neu gestrichen, Fenster geputzt, und die Außenanlage um den Treff 22 sauber gemacht.

Weiterlesen »
RNZ-Redakteure Holger Buchwald und Jonas Labrenz im Gespräch mit Einwohnern des Emmertsgrund.
Allgemein

Die Rhein-Neckar-Zeitung zu Besuch im Emmertsgrund

Zwei Biertischgarnituren hatte das bürgerbetriebene HeidelBerg-Café auf Anregung seines Chefs Christoph Ecken in der Emmertsgrundpassage aufstellen lassen. Diesmal vor dem Internationalen Nachbarschaftstreff, einem Ableger des Cafés im Bürgerhaus.

Weiterlesen »