Neujahrsempfang der Ahmadiyya Muslim Jamaat Heidelberg

Zu Beginn ein Moment des Innehaltens beim stillen Gebet v.l.: Dr. Mubarik Chowdhry, Regionalvorsitzender AMJ Region Baden; Stefanie Jansen, Bürgermeisterin Stadt Heidelberg; Danijel Cubelic, Amt für Chancengleichheit; Rifat Jilani, Vorsitzender AMJ Heidelberg
Zu Beginn ein Moment des Innehaltens beim stillen Gebet v.l.: Dr. Mubarik Chowdhry, Regionalvorsitzender AMJ Region Baden; Stefanie Jansen, Bürgermeisterin Stadt Heidelberg; Danijel Cubelic, Amt für Chancengleichheit; Rifat Jilani, Vorsitzender AMJ Heidelberg

Neujahrsempfang der Ahmadiyya Muslim Jamaat Heidelberg im Treff 22 – Neues Gemeindezentrum in der Straße „Im Emmertsgrund

Ganz im Zeichen des interreligiösen Dialogs, gesellschaftlichen Zusammenhalts und des gemeinsamen Einsatzes gegen Rassismus und Ausgrenzung stand der Neujahrsempfang der Ahmadiyya Muslim Jamaat Heidelberg (AMJ) im Treff 22 in der Emmertsgrundpassage. In offener und herzlicher Atmosphäre kamen die Gäste miteinander ins Gespräch und tauschten sich über aktuelle weltpolitische Entwicklungen sowie lokale Herausforderungen aus.

Rund 30 Gäste aus Politik, Kirchen, Zivilgesellschaft und der Nachbarschaft waren der Einladung gefolgt, darunter auch Heidelbergs Bürgermeisterin Stefanie Jansen, Vertreterinnen und Vertreter der evangelischen und katholischen Kirche, Mitglieder des Bezirksbeirats und Stadtteilvereins Emmertsgrund.

In ihrer Ansprache ging Stefanie Jansen, Bürgermeisterin für Soziales, Bildung, Familie und Chancengleichheit, auf die weltpolitische Lage ein und betonte die wachsende Unsicherheit vieler Menschen angesichts globaler Konflikte. „Viele haben derzeit das Gefühl, der Boden unter den Füßen gerät in Flammen. Gerade deshalb sind Abende wie dieser wichtig – Orte, an denen wir zusammenkommen, zuhören und Vertrauen aufbauen“, so Jansen. Die AMJ lebe diesen Geist des Miteinanders seit vielen Jahren auch im Emmertsgrund vor, etwa durch Begegnungen im Interkulturellen Frauencafé oder durch die erst kürzlich wieder erfolgte Reinigungsaktion am Neujahrsmorgen in der Emmertsgrundpassage. Besonders begrüßte Jansen das neue Zentrum der Gemeinde im Emmertsgrund, die ehemalige Sparkasse, als „nicht nur einen neuen Ort für die Gemeinde, sondern auch ein klares Bekenntnis zum Stadtteil und seiner Vielfalt“.

Neben der Bürgermeisterin betonten auch Imam Basel Aslam sowie Dr. Mubarik Chowdhry, Regionalvorsitzender der AMJ in der Region Baden die Bedeutung religiöser Werte und lokaler Dialogformate für ein friedliches Miteinander.

Auch Rifat Jilani, Vorsitzender der AMJ Heidelberg, hob die Bedeutung des Dialogs hervor: „Gerade in Zeiten weltweiter Krisen ist der offene Austausch zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft und Religion wichtiger denn je. Nur durch Respekt und Begegnung können wir Vorurteile abbauen und Vertrauen schaffen.“

Neben den Redebeiträgen bot der Abend Raum für persönliche Gespräche, eine Bücherecke mit Literatur aus dem „Verlag der Islam“ sowie einen gemeinsamen Ausklang bei pakistanischem Buffet mit Butter Chicken, Reis und Naan. Viele Gäste nutzten die Gelegenheit, um sich intensiver über die Arbeit der Gemeinde zu informieren und neue Kontakte zu knüpfen.

Die Veranstaltung machte deutlich, dass interreligiöse Begegnungen auf lokaler Ebene einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Frieden leisten können. Der Neujahrsempfang wurde von vielen Teilnehmenden als ermutigender Start in das Jahr 2026 wahrgenommen – mit dem gemeinsamen Wunsch, Dialog, Verständnis und Zusammenhalt in Heidelberg weiter zu stärken.

Text: PM AMJ/wa, Fotos: AMJ

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