Aus einem Spaziergang wird eine Vision: Ein Ort für alle Generationen
Ein Beitrag von Tim Müller
Ein Familienvater möchte die stillgelegten Tennisplätze in der Otto-Hahn-Straße wieder mit Leben füllen. Seine Vision: ein Treffpunkt für Sport, Begegnung und Gemeinschaft. Dafür sucht er Mitstreiterinnen und Mitstreiter.
Manchmal entstehen die besten Ideen ganz nebenbei. Manchmal reicht ein ganz normaler Sonntagsspaziergang mit den eigenen Kindern.
Die Projektbeschreibung
Mein Name ist Tim Müller, ich bin 41 Jahre alt und lebe mit meiner Familie auf dem Emmertsgrund. Heidelberg und insbesondere die Stadtteile Boxberg und Emmertsgrund liegen mir persönlich am Herzen. Schon als Kind habe ich bis zur vierten Klasse auf dem Boxberg gewohnt. Danach zog meine Familie nach Rohrbach. Später kehrte ich mit meiner eigenen Familie wieder auf den Boxberg zurück. Seit drei Monaten ist nun der Emmertsgrund unser Zuhause.
An einem Sonntag war ich mit meinen Kindern unterwegs, als wir an den stillgelegten Tennisplätzen in der Otto-Hahn-Straße vorbeikamen. Wir sahen die verlassenen Plätze und dachten uns: Was für ein verlorener Ort. Hier könnte doch so viel mehr entstehen.
Dieser Gedanke ließ mich nicht mehr los. Warum sollte eine solche Fläche mitten im Stadtteil ungenutzt bleiben, obwohl sie so viele Möglichkeiten bietet? Warum sollte daraus nicht etwas entstehen, das den Menschen zugutekommt und das Miteinander stärkt?
So entstand meine Idee, aus den ehemaligen Tennisplätzen einen Ort für alle Generationen zu machen.
Ein Ort, an dem jeder willkommen ist
Mir geht es dabei nicht ausschließlich um Tennis. Natürlich wäre es schön, wenn auf einem Teil der Fläche wieder Sport stattfinden könnte. Aber meine Vision geht darüber hinaus.
Ich wünsche mir einen Treffpunkt, an dem Kinder spielen, Jugendliche sich treffen, Erwachsene gemeinsam Sport treiben und ältere Menschen gemütlich zusammensitzen können. Einen Ort, an dem man neue Menschen kennenlernt, miteinander ins Gespräch kommt oder einfach spontan eine schöne Zeit verbringt.
Dazu habe ich verschiedene Ideen: Vielleicht könnte ein Teil der Fläche für Tennis erhalten bleiben. Denkbar wären außerdem Möglichkeiten zum Badmintonspielen, eine kleine Fläche für Fußball, ein Skatepark für Kinder und Jugendliche sowie eine Boule-Bahn, auf der sich Menschen jeden Alters zum gemeinsamen Spielen treffen können.
Auch ein Spielbereich für kleinere Kinder und gemütliche Sitzgelegenheiten wären schön. So könnte ein Ort entstehen, an dem Familien Zeit miteinander verbringen, Jugendliche sich sportlich betätigen und ältere Menschen in Ruhe zusammensitzen und sich unterhalten können.
Mir ist wichtig, dass nicht nur eine Altersgruppe von dem Projekt profitiert. Jeder soll die Möglichkeit haben, sich einzubringen und den Platz auf seine eigene Weise zu nutzen.
Meine Vision ist ein Mehrgenerationen-Treffpunkt: ein Ort für Bewegung, Begegnung und Gemeinschaft.
Prüfung der Optionen
Welche Angebote tatsächlich möglich und finanzierbar sind, müsste gemeinsam mit der Stadt Heidelberg und den zuständigen Stellen geprüft werden. Für mich steht zunächst im Vordergrund, die Idee weiterzuentwickeln und herauszufinden, was aus diesem Platz werden kann.
Nicht nur reden, sondern selbst etwas bewegen
Ich bin kein großer Verein und keine Organisation. Ich bin ein Familienvater, der beim Vorbeigehen eine Möglichkeit gesehen hat und etwas für seinen Stadtteil bewegen möchte.
Als Handwerker liebe ich es, mit meinen eigenen Händen etwas zu erschaffen und zu sehen, wie aus einer Idee Schritt für Schritt etwas Greifbares entsteht. Diese praktische Arbeit macht mir Freude, und ich würde meine Erfahrung und meine Fähigkeiten gerne in dieses Projekt einbringen. Mir ist wichtig, nicht nur über Veränderungen zu sprechen, sondern selbst mit anzupacken und gemeinsam mit anderen etwas aufzubauen.
Mir ist bewusst, dass ein solches Projekt Zeit, Planung, Unterstützung und Geld benötigt. Deshalb möchte ich mit den zuständigen Stellen der Stadt Heidelberg ins Gespräch kommen und gemeinsam nach Lösungen suchen.
Suche nach Sponsoren
Dabei ist mir besonders wichtig, die Stadt finanziell so wenig wie möglich zu belasten. Wenn ich die Chance bekomme, das Projekt weiterzuentwickeln, möchte ich selbst aktiv werden, Spenden sammeln, Sponsoren ansprechen und Unternehmen sowie Organisationen für die Idee gewinnen.
Vielleicht gibt es Betriebe, die Material zur Verfügung stellen können. Vielleicht finden sich Menschen, die ihre Zeit, ihr Wissen oder ihre handwerklichen Fähigkeiten einbringen möchten. Oft sind es viele kleine Beiträge, aus denen gemeinsam etwas Großes entstehen kann.
Mir ist klar, dass noch viele Fragen offen sind. Es geht nicht darum, von heute auf morgen alles zu verändern. Es geht darum, einen Anfang zu machen und gemeinsam zu prüfen, was möglich ist.
Mitstreiter gesucht!
Damit aus meiner Idee ein echtes Gemeinschaftsprojekt werden kann, suche ich Menschen, die Lust haben, gemeinsam etwas für den Emmertsgrund und den Boxberg zu bewegen.
Schon jetzt gibt es auf meiner Seite einige Menschen, die von der Idee begeistert sind und Lust haben, sich daran zu beteiligen. Auch Florian Trull, ein langjähriger Bewohner des Emmertsgrunds und ein Freund von mir, steht seit dem Moment hinter dem Vorhaben, in dem ich ihm erstmals von meiner Idee erzählt habe. Seine Unterstützung und seine Ermutigung bedeuten mir viel und zeigen mir, dass es bereits Menschen gibt, die sich für dieses Projekt interessieren und es gerne mit voranbringen möchten.
Dafür habe ich einen Flyer gestaltet, mit dem ich auf das Projekt aufmerksam machen möchte. Ich wünsche mir, dass sich weitere Menschen angesprochen fühlen, die eigene Ideen haben, Kontakte herstellen können, bei der Organisation helfen möchten oder einfach bereit sind, mit anzupacken.
Dabei muss niemand besondere Vorkenntnisse mitbringen. Jeder kann auf seine Weise etwas beitragen – bei der Suche nach Sponsoren, beim Sammeln von Spenden, bei der Planung oder später vielleicht bei der praktischen Umsetzung.
Ich möchte nicht, dass es am Ende nur mein Projekt ist. Ich wünsche mir, dass daraus eine gemeinsame Idee wird, mit der sich die Menschen im Stadtteil identifizieren können. Deshalb sollen auch die Bürgerinnen und Bürger ihre Wünsche und Vorstellungen einbringen können.
Wer Interesse hat, mitzumachen oder mehr über das Projekt erfahren möchte, ist herzlich eingeladen, Kontakt zu mir aufzunehmen.
Ein Gewinn für den ganzen Stadtteil
Gerade im Emmertsgrund und im benachbarten Boxberg sind Orte wichtig, an denen Menschen ungezwungen zusammenkommen können. Ein offener Treffpunkt könnte Familien zusammenbringen, Kindern und Jugendlichen mehr Freizeitmöglichkeiten bieten und älteren Menschen die Möglichkeit geben, am Leben im Stadtteil teilzuhaben.
Ich möchte mit diesem Projekt zeigen, dass man nicht immer darauf warten muss, dass jemand anderes etwas verändert. Manchmal muss einfach jemand den ersten Schritt machen.
Natürlich weiß ich, dass es bis zur Umsetzung noch ein weiter Weg sein kann. Aber ich glaube daran, dass aus einer guten Idee etwas entstehen kann, wenn Menschen zusammenarbeiten und an einem gemeinsamen Ziel festhalten.
Wenn ich irgendwann mit meinen Kindern wieder an diesem Ort vorbeilaufe und wir sehen, dass dort Menschen zusammensitzen, Kinder spielen, Jugendliche skaten, eine Runde Boule gespielt wird und Nachbarn miteinander ins Gespräch kommen, dann wäre das für mich ein großer Erfolg.
Dann wäre aus einem verlassenen Platz ein lebendiger Treffpunkt geworden.
Ein Ort für alle Generationen. Ein Ort für Gemeinschaft. Ein Ort für unseren Stadtteil.
Tim Müller
Initiator der Idee für einen Mehrgenerationen-Treffpunkt an den ehemaligen Tennisplätzen in der Otto-Hahn-Straße




