In der dritten Woche des Kultursommers drängen sich die Termine mit Lesungen, Theater und Musik ganz unterschiedlicher Kunst- und Stilrichtungen.
ROTE LINIEN – Wer beschützt unsere Demokratie? (22. Juli, 19.30 Uhr)
Lesung und Gespräch mit der ehemaligen Verfassungsrichterin Susanne Baer
Das Bundesverfassungsgericht ist der Hüter unserer Demokratie. In ihrem Buch Rote Linien gibt Susanne Baer einen persönlichen Einblick in ihre Jahre als Verfassungsrichterin. Anschaulich erzählt sie von kontroversen Entscheidungen und der Frage, wie unsere Demokratie und unsere Grundrechte geschützt werden.
Susanne Baer war von 2011 bis 2023 Richterin des Bundesverfassungsgerichts und prägte in dieser Zeit zahlreiche wegweisende Entscheidungen zu Grundrechten, Gleichstellung und gesellschaftlicher Teilhabe. Susanne Baer fällt als Verfassungsrichterin aus dem Rahmen: Sie ist Feministin, bekennende Lesbe, hat viel Humor. Und fühlt sich all jenen verpflichtet, die nicht zur Mitte der Gesellschaft gehören. Die Lesung ist eine Veranstaltung des Vereins „Kultur für Europa – Kulturhauptstadt Heidelberg“ und des Emmertsgrunder Kultursommers.
Szenische Lesung nach Stanišić mit dem Heidelberger Theater (23. Juli, 19 Uhr)
Am 23. Juli bringt das Theater und Orchester Heidelberg eine szenische Lesung nach Saša Stanišić auf die Kultursommer-Bühne: „Die Gießkanne“. Die Geschichte beginnt in den Heidelberger Weinbergen, Mitte der 1990er – Fatih, Piero, Nico und Saša denken über die Zukunft nach. Fatihs Idee: ein Proberaum fürs Leben, in dem man zehn Minuten Zukunft ausprobieren kann. Für die Lesung wurden Erzählungen ausgewählt, in denen Traum und Wirklichkeit sich begegnen – und die fragen, welche Möglichkeiten die Zukunft für Menschen mit Zuwanderungsbiografien oder prekären Lebensumständen bereithält. Bereits zum dritten Mal in Folge ist das The-ater und Orchester Heidelberg zu Gast beim Kultursommer.
Kubarische Musik mit der Band Coppelia (25. Juli, 19 Uhr)
Die kubanische Band Coppelia ist am 25. Juli bereits zum zweiten Mal beim Emmertsgrunder Kultursommer. Sie präsentiert authentischen Son Cubano mit warmen Rhythmen aus Havanna. Leidenschaftlicher Gesang, virtuose Gitarrenklänge und pulsierende Percussions bringen sowohl Klassiker wie Chan Chan und El Cuarto de Tula als auch eigene Kompositionen auf die Bühne – geprägt von Herz, Lebensfreude und mitreißender Energie.
HardChor – Aus dem Programm „Nicht mein Zirkus“ (26. Juli, 19 Uhr)
Seit mehr als drei Jahrzehnten bereichern die HardChor-Männer um Dirigent Bern-hard Bentgens mit ihrer einmaligen Kombination aus Gesang, Gesang und Gesang die deutsche Kleinkunst- und Comedyszene.
In ihrem 11. Programm „Nicht mein Zirkus“ balancieren die Sänger zwischen intel-lektuellen Pirouetten und emotionalen Tiefschlägen und jonglieren mit ihren eige-nen existenziellen Themen: Fernweh und Beziehungsfrust, Gefühlsmanagement und Föhnfrisur, Kampf ums Milchaufschäumgerät im Büro und nicht zuletzt mit der Frage, wie spricht man eigentlich Stracciatella mit vollem Munde aus.
Dabei beschwört der HardChor die Magie der Musik mit Liedgut von Queen, David Bowie, Danger Dan, Gianna Nannini, Rio Reiser, Herbert Grönemeyer, Bernhard Bentgens, Bill Withers und den Fine Young Cannibals.
Die Eintritte zu allen Veranstaltungen sind frei, Spenden (Pay what you want) sind willkommen.
Das Gesamtprogramm des Kultursommers befindet sich hier




