Die Kaffeekanne zwischen uns
Mit diesen Worden begann Salim Alafenisch seine Schilderungen über seine Jugend in einem Beduinenzelt in der Negev-Wüste und die zentrale Rolle des Kaffees in der Gastfreundschaft in der kargen Welt der Nomaden. Die Kaffeekanne wurde dabei als Gegenteil eines Schwertes angesehen, das die Kampfbereitschaft symbolisieren würde. Drei Tassen werden jedem Gast gerne angeboten und beinhaltet den Schutz der Gastfreundschaft. Wer aber um eine vierte Tasse bittet, gilt als unverschämt, weil er die knappen Ressourcen des Gastgebers über Gebühr beanspruchen möchte. Mit diesen und ähnlichen Episoden aus seiner Jungend und seiner Familie brachte er den Zuhörern die teilweise für Mitteleuropäer unbekannten Traditionen und Lebensweisen in einem Zeltlager der Beduinen in der Negev-Wüste näher.
Der Vortrag passte gut in die Veranstaltung „Café International“, die im HeidelBERG-Café in Zusammenarbeit von Medienzentrum, BERG-Café, Interkulturellen Frauen-Café und Kulturkreis Emmertsgrund-Boxberg im Rahmen der „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ stattfand. Es wurden Tee- und Kaffeespezialitäten aus verschiedenen Ländern angeboten. Die Gäste hatten Gelegenheit Matcha-Tee oder vor-Ort gerösteten Kaffee aus Eritrea, jeweils in Original-Zubereitung, zu genießen. Das Interkulturelle Frauencafé war mit arabischen Kaffee und einem Samowar vertreten. Zusätzlich gab es kleine süße und salzige Snacks, die von Frauen aus den verschiedenen Herkunftsländern zubereitet wurden.
Text: Ansgar Hofmann








