Zur Beleuchtung der Verkehrswege im Emmertsgrund – Sicherheit nicht überall gewährleistet
Probleme am Botheplatz und generelle Entwarnung für den Emmertsgrund
Der Emmertsgrund ist vieles – lebendig, grün, gemeinschaftlich. Dunkel gehört normalerweise nicht zu seinen hervorstechenden Eigenschaften. Umso größer war die Irritation, als an einigen Stellen plötzlich das Licht ausblieb. Während der Bauarbeiten auf der Bothestraße zur Glasfaserverlegung fiel zeitweise die gesamte Straßenbeleuchtung aus – das ist inzwischen behoben. An den Treppen am Botheplatz herrscht jedoch in manchen Passagen abends eher Mondschein als Straßenlaterne.
Die Ursache für das ungeplante „Licht-aus-Experiment“ liegt nicht etwa an defekten Glühbirnen oder einem geheimen Stromsparprogramm, sondern an den Vorbereitungen für die Glasfaserverlegung. Dabei wurden offenbar Leitungen der Wegbeleuchtung beschädigt – was angesichts der aktuellen Witterung nicht ganz ungefährlich ist.
Die Eigentümer-Verwaltung bestätigt: Im Zuge der Glasfaser-Bauarbeiten sind weitere Schäden entstanden, die auf die ausführende Firma zurückzuführen sind. Diese wurde zur vollständigen Mängelbeseitigung aufgefordert. Zwischenzeitlich blieb eine Rückmeldung aus – rechtliche Schritte standen bereits im Raum. Inzwischen gibt es jedoch die Zusage, dass ein Termin zur Klärung vereinbart wird.
Um der Sache selbst auf den Grund zu gehen, haben einige Mitglieder des Redaktionsteams kurzerhand die Taschenlampen gezückt – natürlich rein journalistisch – und sind mehrere Wege und Plätze im Emmertsgrund abgelaufen. Das Ergebnis der nächtlichen Feldstudie: Der Emmertsgrund steht insgesamt recht gut im Licht. Die wichtigsten Wege sind beleuchtet, Orientierung ist gegeben, Stolperfallen bleiben die Ausnahme.
Dennoch gilt: Dort, wo Beleuchtung fehlt, fehlt auch ein Stück Sicherheit. Ein von der Eigentümer-Verwaltung hinzugezogener Elektriker konnte die betroffenen Leitungen im Botheplatz bislang nicht prüfen, da der Boden versiegelt ist.
Die Eigentümer-Verwaltung zeigt Verständnis für den Unmut der Anwohnerschaft und betont, dass an einer schnellen Lösung gearbeitet wird. Bis dahin bleibt zu hoffen, dass Glasfaser bald nicht nur für schnelles Internet sorgt – sondern auch dafür, dass im Emmertsgrund wieder überall gilt: Es werde Licht.
Inga Seischab
Vorsicht! Erhöhte Unfallgefahr! Wer ist hier zuständig?
Einen weiteren Fall fehlender Beleuchtung gibt es an der schmalen Steintreppe, die von der Emmertsgrunder Durchgangsstraße „Im Emmertsgrund“ hinauf zum „Treff22“ in die Emmertsgrundpassage führt (gegenüber der Zufahrt zur Bothestraße). Auf dem ersten Treppenabsatz stand bis vor kurzem noch eine – wenn auch störanfällige – Straßenlampe, die die Stufen ausleuchtete. Heute findet sich an dieser Stelle nur noch ein Metallstumpf im Boden (s. Bildmitte). Da die Treppe wegen der sie begrenzenden Betonwand kein Licht von der Straße her bekommt, kann man die unteren Treppenstufen nur durch vorsichtiges Herantasten erahnen. Frage: Wer hat aus welchem Grund diese Straßenlaterne entfernt?
Ebenfalls im Dunkeln liegt eine von der unteren Bothestraße abgehende Stichstraße, seit ein privat angebrachter blickdichter Gartenzaun die davor stehende Straßenlampe verschattet. Eine ältere Besucherin erzählte, sie habe sich bei Dunkelheit am Zaun entlang getastet, da ihr der Blick auf den Boden verwehrt war. Wem müsste hier ein Licht aufgehen?
wa/hhh
Fotos: wa/hhh






