Waldparkschule Heidelberg: Auszeichnung als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“

WPS rassismus-frei
Bild: Dekanin Beate Großklaus, Schullleiter Thilo Engelhardt (.1. und 2.v.l.) und Schulrat Amin Rocht (3.v.l.) bei der Auszeichnung. Text und Foto: WPS

Die Waldparkschule Heidelberg auf dem Boxberg wurde im Rahmen der sechsten multireligiösen Feier offiziell als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ausgezeichnet. Die Feier bildete zugleich den festlichen Abschluss des Schuljahres und stand unter dem Motto „Dankbarkeit“. Schüler:innen, ihre Religions- und Ethiklehrkräfte sowie die Lehrkräfte-Band entwickelten das Programm rund um das Thema Dankbarkeit gemeinsam in enger Absprache.

Multireligiöse Beiträge und prominente Gäste

Die Veranstaltung wurde von Schüler:innen der Waldparkschule mitgestaltet und durch Beiträge der evangelischen Schuldekanin Frau Dr. Beate Großklaus sowie des sunnitischen Schulrats Amin Rochdi bereichert. Beide sprachen über die Bedeutung von Respekt, interreligiösem Dialog und gesellschaftlichem Zusammenhalt – zentrale Werte, die auch im Selbstverständnis der Schule verankert sind.

Ein besonderer Moment war der Besuch der Schulpaten, den Heidelberger Hip-Hop-Pionieren Toni-L und Torch. In seiner Ansprache betonte Toni-L die enge Freundschaft zur Waldparkschule und würdigte das Engagement der Schüler:innen: „Was hier in diesem Jahr gewachsen ist – in Gesprächen, Projekten, Aktionen – ist echte Courage. Es macht uns stolz, eure Paten zu sein.“

Die offizielle Plakettenübergabe erfolgte durch Frau Roth.

Ein Jahr voller Engagement für Vielfalt und Erinnerung

Die Auszeichnung ist kein leeres Symbol, sondern das Ergebnis eines konsequenten Engagements im vergangenen Schuljahr. Die Waldparkschule hatte sich in zahlreichen Projekten gegen Rassismus und für Völkerverständigung eingesetzt. Unter anderem wurde die beeindruckende Ausstellung „Gegen das Vergessen“ auf den Schulhöfen präsentiert. Sie erinnerte an die Verbrechen des Nationalsozialismus und rief zu Zivilcourage im Alltag auf.

Auch im kommenden Schuljahr setzt die Schule ihr Engagement fort: Im Oktober wird die Ausstellung „Vinzenz Rose – Einer von uns?“ an der Waldparkschule gezeigt. Sie widmet sich dem Leben des Sinto und Bürgerrechtlers Vinzenz Rose, der während der NS-Zeit nach Auschwitz-Birkenau deportiert wurde. Dort wurde er Opfer von pseudomedizinischen Experimenten mit Fleckfieber, bevor er in weitere Konzentrationslager wie Natzweiler, Neckarelz und Obrigheim verschleppt wurde.

Die Ausstellung beleuchtet nicht nur sein Überleben, sondern auch seinen späteren Einsatz für die Rechte von Sinti und Roma – ein wichtiger Beitrag zur lokalen wie bundesweiten Erinnerungskultur.

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