Jahresempfang des Rohrbacher Turnerbundes

Unmittelbar nach dem Ende des Jahresempfangs des Turnerbundes Rohrbach stellten sich die in diesem Rahmen geehrten langjährigen Vereinsmitgliedern gerne zu einem Gruppenfoto mit jenen zusammen, die sie geehrt hatten oder Augen- und Ohrenzeuge der Ehrungen waren

Überaus harmonisch verlief einmal mehr der Jahresempfang des Turnerbundes Rohrbach (TBR) in dessen Vereinsgaststätte „Delphi“ auf dem Boxberg. Und dies lag auch, jedoch beileibe nicht allein an den wunderbar harmonischen Tönen, die Larisa Schmidt ihrer Querflöte zu entlocken verstand. Sondern vor allem an den Mitgliederehrungen.

In der Tat konnten laut Bianca Flock, die die Gäste des TBR willkommen hieß, alles in allem 755 Mitgliedsjahre gewürdigt werden. Zu dieser jede Menge Harmonie im Verein bekundenden Zahl wesentlich bei trugen Christa Kemnitzer, Liesa Winkler und Werner Mohr, die in den TBR 1950 und damit im Wiedergründungsjahr des schon 1889 aus der Taufe gehobenen Traditionsvereins eintraten.

Seit kaum weniger beachtlichen 70 Jahren stärken Hermann Ebert und Walter Ziegler die TBR-Reihen, seit 60 Jahren tut dies Udo Ehrbar, seit 50 Jahren Antje Eger, Joachim Brückner, Thomas Fein und Bernd Sommer, seit 40 Jahren Werner Bauer und Michael Kraft und seit einem Vierteljahrhundert Karl Emer und die Volksbank Kurpfalz. Ihnen allen dankten Andreas Horsch und Wolfgang Lux.

In ihrer Begrüßungsansprache unterstrich Flock unter anderem, dass sowohl die gesellschaftlichen als auch die wirtschaftlichen Entwicklungen den TBR vor große Herausforderungen stellten. Oder noch konkreter: „Zunehmender Verwaltungsaufwand und steigende Kosten stehen einer dünner werdenden Personaldecke und knapper werdenden Haushaltsmitteln gegenüber.“

Dies, fuhr sie fort, erfordere Kräfte zu bündeln und die Mittelverteilung zu überdenken. Gerade die kleineren Sportvereine müssten sich künftig anders aufstellen, um diesen Aufgaben auch unter Berücksichtigung der demografischen Entwicklung gerecht zu werden. Außerdem sei der TBR auch weiterhin auf eine „gute sportliche Infrastruktur mit reibungsarmen Verwaltungsabläufen“ angewiesen.

Hiermit gab Flock gewissermaßen den Ball weiter an Thomas Jung, den stellvertretenden Sportamtsleiter. Und auch er verwies auf die Herausforderungen, die ein unter großen Druck stehender städtischer Haushalt nun mal mit sich bringe. „Das Defizit von 100 Millionen Euro“, nannte er auch konkrete Zahlen, „zwingt uns dazu, Einsparungen vorzunehmen.“

Davon betroffen sei selbstredend auch das Sportamt, weshalb viele ursprünglich geplante Maßnahmen in diesem Jahr nicht umgesetzt werden könnten. Jedoch habe man erreicht, dass die finanzielle Unterstützung der Vereine bei deren laufenden Kosten in gewohnter Höhe erhalten blieben. Es sei dem Sportamt nämlich wichtig, dass die Vereine in ihrer Basisarbeit nicht geschwächt würden.

Gleichfalls mit Blick auf den Stadtsäckel erklärte für den Sportkreis Heidelberg Peter Schlör, dass man es zwar mit einer sehr angespannten Lage zu tun habe. Andererseits stehe aber außer Zweifel, dass in der Stadt dringend zwei weitere Sporthallen benötigt würden. Denn es gehe nicht an, dass Kinder und Jugendliche, die Vereinssport betreiben wollten, auf Wartelisten stünden.

Michael Kraft vom Vorstand zog in seinem Jahresrückblick auf die diversen Veranstaltungen und -Aktivitäten das Fazit, dass der TBR „auch 2024 aufgrund der Unterstützung durch unsere Übungsleiter, Funktionäre, Abteilungsleiter und die Vorstandsmitglieder ehrenamtlich sehr aktiv“ gewesen sei. Ihnen allen gebühre demnach für das Engagement im Verein Dank und Anerkennung.

Mit einem dicken Lob für seine Arb≤eit auf dem Boxberg überschüttete Renate Deutschmann als Stadtteilvereinsvorsitzende den TBR. Zuvor hatte Hermann Ebert noch aufgezeigt, was es mit dem „Gesunden Altern“ auf sich hat. Gefördert werden kann dies nach seinen Worten mit gesunder Ernährung, jeder Menge Bewegung und sozialem Wohlbefinden.

Text: Werner Popanda
Foto: ©pop

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